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Dr. Stephanie Egger
Dr. Stephanie Egger, Teaming Manager, el 30/10/2020  a las 19:44h

WEIL WEGSEHEN KEINE OPTION IST...
bekommt Rudelopfer KLAUS seine Chance auf Leben

Ein Herbsttag im Oktober. Der Tieralltag in unserem Shelter und auf den Straßen in und um Bukarest ist in vollem Gange. Plötzlich ein Anruf. Eine befreundete rumänische Tierschützerin meldet einen Notfall. Ein Hundesenior war in der Umgebung von Slobozia (2,5 Fahrstunden von Bukarest) von einem Hunderudel schwer verletzt worden.
Es gibt keine Zeit zu verlieren. KLAUS, so wird ihn später eine Patin aus Deutschland nennen, kämpft um sein Leben. Wir überlegen nicht, wir handeln, denn: Wegsehen ist keine Option. Jedes Leben zählt! Sofort macht sich eine unserer Helferinnen auf den Weg und findet ihn zum Glück schnell.

Die eingefleischte Tierschützerin ist schockiert von dem, was sie sieht: Eine riesige Wunde klafft auf der linken Seite. Von der Bauchmitte bis zum Rücken legt die Verletzung die Innereien frei. Keine Klage ist zu hören, nur der stumme, Hilfe suchende Blick, der vom Leid des Hundes und seinen unsäglichen Schmerzen spricht. Ein Hunderudel hatte ihn angegriffen. Die Bisswunden sind übel. Wir wissen nicht, wie lange er da lag, doch schwere Entzündungen und Abszesse zeugen davon, dass der Kampf schon eine Weile her sein muss.

Es eilt. Schnelle Hilfe muss her. Doch zunächst muss Klaus die 2,5 Stunden Fahrt zu unserer Klinik in Bukarest hinter sich bringen. Er ist tapfer und hält durch. Wir informieren die Klinik, sodass Klaus sofort nach Ankunft operiert werden kann. Seine Blutwerte sind schlecht. Zudem ist nicht ausreichend Haut da, um die riesigen Wunden zu schließen. Die Operation ist schwierig. Aber Klaus schafft es. Wir sind erleichtert.

Zwei bis drei Tage muss unser Hundebub in der Klinik bleiben. Die Ärzte müssen seine Entzündungen und Blutwerte in den Griff bekommen. Das Klinikpersonal überwacht die Operationswunden.

Wie das folgende Video zeigt, hat Klaus die OP gut überstanden und steht wieder auf seinen Beinen. Wieder eine Hundeseele, die die Chance auf Leben und ein eigenes Zuhause hat. Ein Zuhause, in dem Klaus sicher ist und liebevoll versorgt wird.

https://youtu.be/pDJ7OIHyQ5s

Die Schwere von Klaus' Verletzungen hinterlässt Spuren bei uns. Jeden Tag erleben wir furchtbare Tierschicksale, aber Klaus' Geschichte bewegt uns besonders. Ein alter Hund, der versucht, sich allein durchzubringen. Allein das ist in einem Land wie Rumänien, wo Tiere nichts zählen, sehr schwer. Dann wird dieser liebe Kerl noch von seinen Artgenossen, die wahrscheinlich „einfach“ hungrig waren, schwerst attackiert. Und im Anschluss muss er unendlich lange Stunden, vielleicht Tage ausharren, bis man ihn findet. Unfassbar!

Aber nun ist er in Sicherheit und geborgen. Was treibt uns an, all diese Seelen aufzunehmen, sie aufzupäppeln und sie zu versorgen? Mitgefühl. Einfach Mitgefühl mit den Lebewesen, die sich selbst nicht helfen können. Der Wille ist da, und so finden wir immer einen Weg. Für Klaus, für die Straßenhunde und -katzen in und um Bukarest, für die Tiere, die von privat oder durch Tierfänger in den Tötungen landen.

Für uns ist das keine Frage des Ob. Wir helfen, weil wir aus diesem Grund auf der Welt sind: um Liebe und Mitgefühl walten zu lassen. Und das stets aufs Neue.
Ein liebes Dankeschön an all die Menschen, die Tiere von den TierEngeln-Grenzenlos adoptieren, die spenden und die sowohl in Rumänien als auch in Deutschland ehrenamtlich an unserer Seite stehen!

Klaus ist ein Schicksal von so vielen Tieren, die wir täglich und mit Freude betreuen. Das verschlingt viel Geld, Geld für Leben, auf das auch Hunde und Katzen in Rumänien ein Recht haben. Bleiben Sie uns gewogen und spenden Sie, denn: Jedes Leben zählt!

Barbara Döring-Wolf, Teamer, el 31/10/2020  a las 09:22h

DANKE ❤

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